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Eine Erfahrung

Peppermint, „eine Erfahrung"-Raum documenta 14, Museumsnacht Kassel, 2016, 

Foto: Mathias Völzke

Vermittlungsprogramm

Eine Erfahrung

Was verschiebt sich? Was treibt? Was bleibt?

Die documenta 14 landet nicht wie ein Raumschiff in Athen, bevor sie nach Kassel weiterzieht. Sie ist vielmehr eine gewollte Verfremdung von einer Stadt zur anderen und in allem, was bei diesem Projekt zwischen beiden hin- und hertreibt. Sie ist ein Projekt, das auf kollektive Aktion und individuelle Fähigkeiten angewiesen ist, die aus dem Kontext heraus entstehen. Während sie wächst, wachsen auch Freundschaften. Daher entwickelt „eine Erfahrung“ einen von Künstler_innen geleiteten, prozessbasierten Ansatz: basierend auf Recherche, persönlichen Begegnungen, Zuhören und Austausch, Spazieren, Lesen und Betrachten und in Einbeziehung sowohl des Geistes als auch des Körpers. Die Begegnung zwischen Kunst, Kunstschaffenden und der Öffentlichkeit ist unser Ausgangspunkt, von dem aus wir uns auf eine Reise mit unbekanntem Ziel begeben und dabei von Gruppen und Individuen lernen, mit denen wir Synergien entwickeln. Das Programm „eine Erfahrung“ für Von Athen lernen positioniert sich als eine lebendige Währung, die zwischen dem Team, den Künstlerinnen und Künstlern und den verschiedenen Öffentlichkeiten ausgetauscht werden kann. Es soll nicht nur Wissen sammeln, sondern auch in Umlauf bringen: wie ein lebender Organismus, der die Luft, in der er sich bewegt, sowohl einatmet als auch ausstößt. „Eine Erfahrung“ entwickelt gemeinsame Projekte mit Bildungseinrichtungen sowie künstlerischen und nachbarschaftlichen Initiativen, die mit den Projekten von Künstler_innen der documenta 14 und den Kernfragen der Ausstellung in Verbindung stehen. Gemäß dem Arbeitstitel Von Athen lernen wählt „eine Erfahrung“ einen integrativen Zugang zur Öffentlichkeit und lädt diese ein, uns auf der Reise zu begleiten.

„Eine Erfahrung“ ist das, was bleibt, wenn die documenta 14 endet.

Methodologien

„Eine Erfahrung“ greift Methodologien und Ansätze verschiedener Lehrender, Künstler_innen und Theoretiker_innen aus diversen Zeiten und Disziplinen auf.… Mehr

Annemarie und Lucius Burckhardt (1930–2012, Schweiz; 1925–2003, Schweiz)
Annemarie und Lucius Burckhardt waren Inhaber des Lehrcanapés an der Gesamthochschule Kassel (heute: Universität Kassel) im Fachbereich Architektur, Stadt- und Landschaftsplanung. Im Namen ihrer Spaziergangswissenschaft ermutigten sie Studierende, Stadtplanung nicht nur aus der Vogelperspektive, sondern auch im Maßstab 1:1 zu verstehen. Was bedeutet es, in der Stadtlandschaft spazieren zu gehen, und wie verändert dies unsere Vorstellung vom Planen für die Stadt? Als Soziologen waren die Burckhardts überzeugt, dass die Beziehung zwischen Planer_innen oder Architekt_innen und der Stadt und ihren Bewohner_innen von entscheidender Bedeutung für Zukunftsplanung sein könnte – die Frage sei demnach nicht, was gebaut werden müsse, sondern: „Wer plant eigentlich das Planen?“ Indem die Burckhardts etwa über das Verhältnis von Kiosk, Straßenbahnhaltestelle und Zebrastreifen nachdachten, setzten sie in der Lehre wieder bei den Ursprüngen unserer Mobilität in der Stadt an.


Lina Bo Bardi (1914–1992, Italien)
Die in Italien geborene Architektin, Autorin und Verlegerin Lina Bo Bardi verbrachte den Großteil ihrer Berufslaufbahn in Brasilien. Sie widmete ihre Arbeit dem Planen und Bauen öffentlicher Einrichtungen. Am bekanntesten wurden das Museu de Arte de São Paulo, das SESC Pompeia und das Museu de Arte Moderna da Bahia. Bo Bardi befasste sich in ihrer architektonischen und szenografischen Arbeit mit Konzepten von Öffentlichkeit, Partizipation, Örtlichkeit und Kollektivität, außerdem mit dem steten Wandel in der Bedeutung von Dokumenten und Ruinen. Eine ihrer Hauptinteressen galt der Frage, wie man stoffliche, gesellschaftliche oder mündliche Relikte der Vergangenheit wieder zugänglich macht und ihnen Anerkennung und Relevanz im Kontext der jeweiligen Gegenwart verschafft. Wie geht man mit bestehenden Strukturen um? Wie verhalten sich Dokumente, Denkmäler und kollektives Handeln zueinander? Und in weiterer Folge: Wie verhält man sich zum flüchtigen Moment von Transformation? Wie entwickelt man einen Scharfblick für die innere Vielfalt und Dialektik von Öffentlichkeit als Publikum und Mitstreiterin, ohne auf sie herabzusehen? Und schließlich: Wie schafft man Verbindungen, während man zugleich unabhängig bleiben und unter schwierigsten politischen Umständen seinen Weg gehen will?


Oskar und Zofia Hansen (1922–2005, Finnland; 1924–2013, Polen)
„Wir sind nach Otterlo gekommen, um eine einfache Frage zu stellen und zu beantworten: Was haben wir gemeinsam, und wie kämpfen wir dafür?“, schrieben Oscar und Zofia Hansen in ihrem Architekturmanifest „The Open Form in Architecture – The Art of the Great Number“. Die Hansens kritisierten Standardisierung architektonischer Formen, sei es im sozialen Wohnungsbau, in der Stadtplanung, oder in der Architekturausbildung in Polen nach dem 2. Weltkrieg. Sie präsentierten ihr Manifest während der CIAM-Tagung von 1959 in der kleinen niederländischen Stadt Otterlo. Die „offene Form“ stand für sie im Gegensatz zur „geschlossenen Form“ rein funktionalistischer Lösungen für wachsende Stadtbevölkerungen, bei denen aus Bürger_innen bloße Zahlen wurden, die man behausen, erziehen und beschäftigen musste. Die „offene Form“ war eher eine Haltung als eine Doktrin. Sie anerkannte „den Stellenwert des Individuums im Kollektiv“ und betrachtete seine Mitwirkung als „unverzichtbar für die Gestaltung der eigenen Wohnumgebung“. Von den „Lehrwerkzeugen“ oder „Apparaten“ der Hansens sind nur wenige Aufzeichnungen erhalten, zumeist in Form von Fotografien oder Erinnerungen ihrer Studierenden. Es handelte sich um eigenwillige analoge Gerätschaften – manche waren netzartig, andere schachtelförmig, doch stets waren sie komplex, wandelbar, prozesshaft, sogar spielerisch, und standen in Bezug zu anderen Objekten, eingebunden in ein Netz von Ähnlichkeiten und Differenzen zwischen den Körpern, die sie benutzten.


Ulises Carrión (1941–1989, Mexiko)
In Mexiko geboren und aufgewachsen, begann Ulises Carrión schon früh zu schreiben. Er studierte in Großbritannien englische Literatur und zog in den 1970er Jahren nach Amsterdam. Möglicherweise war es die labyrinthische Struktur der Innenstadt von Amsterdam, die ihn mit dem begrifflichen Werkzeug für die Analyse von Kommunikationsflüssen versah. In dieser Zeit änderte sich sein Umgang mit Literatur. Er begann, befreundete Künstler_innen zu bitten, ihm ein Buch zu schicken, das sie unlängst produziert hatten. Aus diesen einzelnen „bookworks“ von Künstlern wuchs mit der Zeit ein umfangreiches Archiv heran, dessen Bestände im kleinen Kunstraum Other Books and So in der Amsterdamer Innenstadt ausgestellt wurden. Carrión reiste ausführlich durch Europa und schuf eine Reihe von Performances, ein Filmfestival über Lilia Prado, eine Serie von Papierarbeiten, die Radiosendung „Trios and Boleros“ und eine Auftragsarbeit für den niederländischen öffentlichen Rundfunk. 1984 reiste er nach New York und richtete gemeinsam mit seinem Freund Frans Gribelling im unabhängigen Kunstraum Franklin Furnace eine Fensterinstallation ein. Kurz vor seinem Tod 1989 erwarb das Stedelijk Museum in Amsterdam einen erheblichen Teil des Archivs von Other Books and So, und im Jahr 2015 kaufte das Center for Curatorial Studies am Bard College im Staat New York den verbleibenden Bestand.

d14 Sessions

Formwandlung, Orientierungsverlust und die Suche nach neuen Koordinaten sind einige der thematischen Schichten der d14 Sessions. Beginnend mit dem Sommersemester 2016, veranstalten d14 Mitwirkende und gastierende Künstler_innen die wöchentlichen Treffen mit Studierenden der Kunsthochschule und Universität Kassel und folgen gemeinsamen Denk- und Handlungsbahnen.

Sommersemester April bis Juli 2016; Mitwirkende: Marina Fokidis, Hendrik Folkerts, Henriette Gallus, Natasha Ginwala, Irene Haiduk, Annette Kulenkampff, Quinn Latimer, Bonaventure Soh Bejeng Ndikung, Paul B. Preciado, Dieter Roelstraete, Roee Rosen, Mira Starke, Monika Szewczyk, Adam Szymczyk und geladene Gäste.… Mehr

Aye! no monuments,
No literature,
No scrolls or canvas-drawn pictures
Relate the wonders of our yesterday.

How frustrated the searchings
of the educators.

Let them find
Land names,
Titles of seas,
Rivers;
Wipe them not from memory.
These are our monuments.

—Rita Joe


Colloquium

Das documenta 14 Colloquium ist eine Reihe von Begegnungen, Werkstatttreffen und Kurzzeitresidenzen, die unter kuratorisch-künstlerischer Leitung und gemeinsam mit der Kunsthochschule Kassel, der Universität Kassel und der Hochschule der Bildenden Künste Athen veranstaltet wird. Die Begegnungen („sessions“) widmen sich verschiedenen Themen wie Stadtlandschaft und Zuhören, Konservieren und Verfall, Körperkenntnis und Nacht. Sie nutzen verschiedene Formate – Gespräche, Feldexkursionen, Spaziergänge, Sondierungen und öffentliche Vorträge. Gelegentlich werden von den Kurator_innen oder Künstler_innen der jeweiligen Veranstaltung besondere Gäste eingeladen. Lektüre und vorbereitende Materialien werden vor jeder Veranstaltung in Form eines kurzen Handapparats zur Verfügung gestellt.

d14 Sessions #1

mit Annette Kulenkampff und Adam Szymczyk

Die d14 Sessions werden von Annette Kulenkampff und einem Vortrag von Adam Szymczyk eingeleitet. Anschließend folgt als Auftakt der Nachtschichten eine Vorführung des Films Mes nuits sont plus belles…

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Vermittlungsprogramm

d14 Sessions #2

mit Henriette Gallus und Mira Starke

Ein Wort ist ein Wort ist ein Wort. Kommunikation erfordert Zeit, wie uns die Kolleginnen von der Kommunikation der documenta 14 in Erinnerung rufen. In dieser Session sehen wir uns Beispiele für die…

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Vermittlungsprogramm

d14 Sessions #3

mit Hendrik Folkerts

Als Kurator der Programme im Bereich Performance, Film & Discursivity am Stedelijk Museum in Amsterdam von 2010 bis 2015 spricht Hendrik Folkerts hier über seine Erfahrung mit der räumlichen Gestaltung…

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Vermittlungsprogramm

d14 Sessions #4

mit Dieter Roelstraete

Bei dieser zweiteiligen Session wählt Dieter Roelstraete eine peripatetische, mäandernde Herangehensweise. Zunächst unternehmen wir eine kurze Exkursion bzw. eine „dichterische Wanderung durch die…

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Vermittlungsprogramm

d14 Sessions #5

mit Monika Szewczyk und Irena Haiduk

Die Zukunft Europas als ein Gegebenes. In dieser Session sind die Teilnehmer_innen eingeladen, gemeinsam ein Geschenk zu fabrizieren: ein Geschenk für den Komponisten Fredric Rzewski in Form eines aufgenommenen…

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Vermittlungsprogramm

d14 Sessions #6

mit Bonaventure Soh Bejeng Ndikung

Session #6 findet in Berlin statt, wo Dr. Bonaventure Soh Bejeng Ndikung, Leiter von SAVVY Contemporary Berlin, uns zur Eröffnung eines eigenen Programms mit Performances und Darbietungen von SAVVY und…

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Vermittlungsprogramm

d14 Sessions #7

mit Natasha Ginwala und Daniel Muzycyk
Vermittlungsprogramm

d14 Sessions #8

mit Paul B. Preciado

In dieser Session spricht Autor, Philosoph und Kurator Paul B. Preciado über die Wandlungen von Geschlecht und der Politik des Geschlechts im Kontext neoliberaler Gesellschaften, sowie über die Produktion…

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Vermittlungsprogramm

d14 Sessions #9

mit Quinn Latimer

Diese Session mit Quinn Latimer hat die Form einer offenen Lese-, Schreib- und Performancewerkstatt. Mischformen der Literatur – Essay-Film, das Gedicht als schlechter Werbetext, Künstlertheater, Vortragsperformance…

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Vermittlungsprogramm

d14 Sessions #10

mit Roee Rosen

Alter Egos und politische Provokation sind nur zwei von vielen Methoden des israelisch-amerikanischen Künstlers, Filmemachers, Autors und Lehrers Roee Rosen. Im ersten Teil dieser Session stellt Rosen…

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Vermittlungsprogramm

d14 Sessions #11

mit Marina Fokidis

„Methexis“ ist ein altgriechischer Begriff aus dem Theater (μετέχω). Er bezeichnet eine bestimmte Form gemeinsamen Erlebens, bei der das Publikum am Herstellen und Improvisieren eines Rituals…

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Nachtschicht

Mapping Week Kassel, Tilman Hatje und Jos Trautmann, Mitglieder des Kollectivs Tokonoma, erkunden die wechselnde Fußgänger-Bevölkerung der Stadt im Morgengrauen, ehemalige Gleise der Deutschen Bahn, Kassel, 22. April 2016, Foto: „eine Erfahrung"

Die Nachtschicht ist ein Zwischenprogramm abendlich-nächtlicher Aktivitäten zur Erkundung der Frage, wie sich unser Körper auf die Veränderungen zwischen Tag und Nacht und umgekehrt einstellt. Im Vorfeld der Eröffnung der documenta 14 sucht „eine Erfahrung“ im Rahmen einer Serie monatlicher Abendveranstaltungen die Zusammenarbeit mit gastgebenden Organisationen und selbstverwalteten Kunsträumen in Kassel und Athen. Ausgehend von verschiedenen philosophischen, literarischen und künstlerischen Annäherungen an „die Nacht“, das nächtliche Arbeiten, die Codes der Nacht für den Körper und die Stadtlandschaft, nehmen diese Veranstaltungen die Form von Zuhör-Sessions. Sie wollen ihr Thema über besondere musikalische Traditionen, Filmvorführungen, Diskussionen, Dämmerungswanderungen und andere Zugänge erschließen.

Nachtschicht #1

mit Tilman Hatje und Jos Trautmann
Vermittlungsprogramm

Nachtschicht #2

Andrzej Zuławski, Mes nuits sont plus belles que vos jours (1989)
Filmvorführung

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Vermittlungsprogramm

Nachtschicht #3

mit Dieter Roelstraete
Vermittlungsprogramm

Nachtschicht #4

mit Monika Szewczyk
Vermittlungsprogramm

Nachtschicht #5

mit Quinn Latimer
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Nachtschicht #6

mit Roee Rosen
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Nachtschicht #7

mit Joar Nango
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Sommer-Intensivkurse

Eine Auswahl an „spitzen Objekten“, zusammengetragen von Studierenden für eine Sound-Performance von Panos Charalambous, Sommer-Intensivkurse, Kunsthochschule Kassel, 20. Juli 2016, Foto: Liebschuh

 

Künstler Panos Charalampous leitet eine experimentelle Übung, Sommer-Intensivkurse, Kunsthochschule Kassel, 20. Juli 2016, Foto: Liebschuh

Künstler Zafos Xagoraris testet ein Hydrophon mit Studierenden, Sommer-Intensivkurse, Kunsthochschule Kassel, 20. Juli 2016, Foto: Nektarios Pappas

Künstlerin Rebecca Belmore leitet eine performative Übung mit Teilnehmer_innen der Sommer-Intensivkurse, Auepark, Kassel, 27. Juli 2016, Foto: „eine Erfahrung"

documenta 14 Kurator Dieter Roelstraete presentiert die Gong-Show, Sommer-Intensivkurse, Halle2, Kassel, 20. Juli 2016, Foto: „eine Erfahrung"

Candice Hopkins, Kuratorische Beraterin der documenta 14, zeigt Studierenden, wie man Kontaktmikrofone baut, Sommer-Intensivkurse, Kunsthochschule Kasse, 22. Juli 2016, Foto: Liebschuh

Künstler Joar Nango zeigt den Teilnehmer_innen der Sommer-Intensivkurse die Technik des Joik, Kunsthochschule Kassel, 21. Juli 2016, Foto: „eine Erfahrung"

Im Verlauf eines Jahres veranstaltet die documenta 14 „eine Erfahrung“ gemeinsam mit Bildungseinrichtungen in Athen und Kassel sowie mit anderen internationalen Partnerinnen einen Saisonzyklus von „Intensiv“-Kursen. Die Sommer-Intensivkurse beruhen auf einem universitären Sommerkurs-Modell. Jeweils 30 bis 40 Teilnehmer_innen unterschiedlicher örtlicher und disziplinärer Herkunft begegnen einander, um sich über Bildungsmodelle und die eigene Arbeit in konzentrierter Form unter Anleitung von Gastdozent_innen auszutauschen. Diese Veranstaltungen werden von Fragen und Themen bestimmt, die auch die Arbeit der Künstlerinnen und Künstler sowie anderer Mitwirkender der documenta 14 prägen.

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18.–29. Juli 2016
In den Räumen der Kunsthochschule Kassel und der Universität Kassel

Der documenta 14 Sommerintensivkurs – Schule des Zuhörens ist ein Ort des Lernens, der Hörübungen, Klangspaziergänge, Vorträge, Performances, Filmvorführungen und selbstverständlich Ton und Musik beinhaltet. Er findet in einer alten oder zeitgenössischen Ruine statt. Im Lauf des zehntägigen Programms, am Leitfaden der Fragen „Was verschiebt sich? Was treibt? Was bleibt?“ entlang berichten Mitwirkende der documenta 14 von ihren Praktiken des Hörens auf so verschiedenen Gebieten wie Architektur, Komposition, Performance und Geschichte. Teilnehmerinnen des Sommerintensivkurses – Schule des Zuhörens sind Studierende der Kunsthochschule Kassel, der Universität Kassel, der Musikakademie Kassel und der Hochschule der Bildenden Künste Athen.

Weitere Aktivitäten

Unpacking Burckhardt im Peppermint

„Und wenn man uns in 2000 Jahren einmal ausgräbt, und die Kenntnis unserer Schrift ist verlorengegangen, so wird man uns nach nichts anderem beurteilen können als nach dem Stadtbild.“
—Lucius Burckhardt, Stadtplanung und Demokratie (1957)…

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Vermittlungsprogramm

Kulturagent-Projekt

Ab September 2016 startet in Kassel und im Landkreis an acht Schulen erstmals das Projekt „Ein Kulturagent für die documenta 14“, mit der Kulturagentin Juliane Gallo. Ziel des Projektes ist es, bei…

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Vermittlungsprogramm

Methodos/Übungen/Exercises

28. März–7. April 2016

„Von Piräus zum Polytechnion“, ein Spaziergang mit Studierenden der Kunsthochschule Athen und dem Künstler Zafos Xagoraris…

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Vermittlungsprogramm

House of Commons

Das House of Commons ist eine Reihe von Zusammenkünften zwischen Lehrerinnen und Lehrern, Künstler_innenkollektiven und Kunsträumen, gesellschaftlichen Initiativen und Vertreter_innen verschiedener…

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Vermittlungsprogramm

Kassel kartieren

18.–22. April 2016

…In jenem Reich erlangte die Kunst der Kartographie eine solche Vollkommenheit, dass die Karte einer einzigen Provinz den Raum einer Stadt einnahm und die Karte des Reichs den einer…

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