TV Politics: MonangambeeEt les chiens se taisaient und Aimé Césaire—le masque des mots
von Sarah Maldoror

JUL
7
Filmvorführung | 7. Juli: Mit einer Präsentation von Annouchka de Andrade und Brigitte Rollet
20:30 Uhr
BALi-Kinos, Rainer-Dierichs-Platz 1, Kassel
JUL
28
Filmvorführung | 7. Juli: Mit einer Präsentation von Annouchka de Andrade und Brigitte Rollet
20:30 Uhr
BALi-Kinos, Rainer-Dierichs-Platz 1, Kassel
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Sarah Maldoror, Monangambee, 1968, Frankreich, Filmstill

Monangambee (1968), Sarah Maldoror, Frankreich, 11 Min. Franz. mit engl. Untertiteln
Et les chiens se taisaient (1978), Sarah Maldoror, Frankreich, 13 Min. Franz. mit engl. Untertiteln
Aimé Césaire – le masque des mots (1986), Sarah Maldoror, Frankreich, 52 Min. Franz. mit engl. Untertiteln

7. Juli: Mit einer Präsentation von Annouchka de Andrade und Brigitte Rollet

Maldorors Kurzfilm Monangambee basiert of einer Geschichte des angolanischen Schriftstellers José Luandino Vieira. Der Filmtitel lässt sich mit „weißer Tod“ übersetzen, mindestens bedeutet er jedoch eine Deportation, von der es keine Rückkehr gibt. In der Vergangenheit begleitete dieser Schrei die Ankunft der portugiesischen Sklavenhändler in Angola. Noch heute hallt dieser Schrei nach, ertönt derselbe Pfiff über die Weite des Landes: Er ist das Erkennungszeichen und das Signal zum Sammeln der Volksbefreiungsfront. Der Film wurde mit Laienschauspielern in Algerien gedreht und erzählt die Geschichte einer armen Angolanerin, die ihren Ehemann besucht, der aus politischen Gründen in Luanda im Gefängnis sitzt. Der Film aus den späten 1960er Jahren zeigt die Ignoranz der Portugiesen gegenüber der angolanischen Kultur und die grausame Behandlung und Gefangenschaft von Menschen, die sich dem Kolonialismus aktiv widersetzen.

Et les chiens se taisaient fußt auf Auszügen einer aufgezeichneten Version von Aimé Césaires gleichnamigem Theaterstück, in dem der Rebell sich in einem langen schmerzerfüllten Gedicht seiner Mutter gegenüber äußert und sein Aufbegehren gegen die Versklavung seines Volks herausschreit. Gabriel Glissant und Sarah Maldoror treten als Schauspieler im Pariser Museum of Man auf, das Schwarzafrika gewidmet ist. Sie integrieren drei Zuschauer in ihr Spiel, die die Rolle schweigender Zeugen annehmen. Eine Reihe von Bildern hölzerner Statuen und Masken aus Afrika und martinikanischer Landschaften runden den Dokumentarfilm ab.

Aimé Césaire – le masque des mots ist ein Porträt des martinikanischen Schriftstellers, der sich selbst als „rebellischen Neger“ bezeichnet und für den der poetische Akt einen Akt des freien Willens darstellt. Der Lebenslauf von Aimé Césaire wird anhand dreier Hauptaspekte nachvollzogen: sein Kampf für die Rechte der Menschen schwarzer Hautfarbe, sein Leben als Schriftsteller, einschließlich seiner Anfänge, Begegnungen und Einflüsse sowie sein politisches Engagement und seine Arbeit als Bürgermeister von Fort de France.


Annouchka de Andrade ist die Tochter von Sarah Maldoror. Sie ist die Leiterin des Internationalen Filmfestivals von Amiens in Frankreich.

Brigitte Rollet ist eine französische Filmforscherin und Autorin, deren Hauptaugenmerk auf Gender Studies und der Darstellung von sozialem Geschlecht und Sexualität im Film liegt.

Das Filmprogramm TV Politics nimmt einige der wichtigsten Versuche seit Mitte des 20. Jahrhunderts neu in den Blick, die eine radikale Herangehensweise an die Politik des Fernsehens ausdrückten. Gezeigt werden Filmarbeiten, die überdenken wollten, was das Fernsehen sein kann, während sie zugleich versuchten, eine andere Art der Analyse der sozialen und kulturellen Realität vorzunehmen.

Tickets: 7,50 € / ermäßigt 7 €

Gepostet in Filmprogramm
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