34 Freiheitsübungen: #34 The Epic of Eleftheria 
von Irena Haiduk und Eirini Vakalopoulou

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Eirini Vakalopoulou, Eröffnung der Öffentlichen Programme der documenta 14 im Parko Eleftherias, Foto: Stathis Mamalakis

Im Osten und Fernen Osten, im Süden und im tiefen Süden, jenseits des Nordens und im fernen, tiefen Westen ist Geschichte hauptsächlich eine mündliche Kulturtechnik. Die Dichterin ist Zeugin. Sie hält Dinge fest, webt Geschichte und bringt andere durch Zuhören und Weitererzählen in Kontakt mit dieser. Während fünf Jahrhunderten osmanischer Herrschaft wurde Serbiens Geschichte hauptsächlich mündlich, von „Guslaren“ genannten epischen Sänger*innen erinnert und weitergegeben. Diese Tradition existiert bis heute. Ihre Gedichte erzählen verschiedene, private und öffentliche Geschichten: Geburten, Tode, Hochzeiten, Verträge, Schlachten, Wanderungen und Vergeltungen. Im frühen 19. Jahrhundert wurden die meisten der Gedichte von Vuk Stefanović Karadžić gesammelt und in Wien und Leipzig auf Serbisch veröffentlicht.

Zum Ende der Eröffnung der Öffentlichen Programme der documenta 14 im Parko Eleftherias führt Irena Haiduk den gestalterischen Prozess vor, der der Verwandlung eines Ereignisses in eine mündliche, epische Erzählung unterliegt. Ihr Gedicht wird als historische Aufzeichnung dienen.

Irena Haiduk lehnt Biografien ab.

Eirini Vakalopoulou wurde in Thessaloniki geboren. Sie studierte Internationale Beziehungen, erwarb einen MA in Werbung und hat für Werbeagenturen in Athen und als Marketing-Dozentin gearbeitet. Sie hat eine Novelle und zwei Gedichtbände verfasst.

Gepostet in ­­­Öffentliche Programme
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