Ivan Peries
(1921–1988)

Ivan Peries, Ohne Titel (Seashore), 1966, Öl auf Karton, Installationsansicht, EMST – Nationales Museum für Zeitgenössische Kunst, Athen, documenta 14, Foto: Mathias Völzke

Als Gründungsmitglied der Gruppe 43 war Ivan Peries (1921–88) Teil eines Avantgardekreises von Künstler_innen in Sri Lanka, zu dem unter anderen Lionel Wendt, George Keyt, Harry Pieres und L. T. P. Manjusri zählten. Seine Arbeiten aus den 1950er und 1960er Jahren konzentrierten sich auf die Darstellung des Landschaftsreichtums Ceylons und die Fischerdörfer an dessen Küsten und zeigten das indigene Leben. Während er sich kontinuierlich damit beschäftigte, mytho-poetische Darstellungen des Verhältnisses zwischen Mensch und Natur zu schaffen, blieb seine malerische Einbildungskraft doch den Strömungen des Internationalismus verpflichtet. Im Alter von neunzehn Jahren malte Peries sein einflussreiches Werk Homage to El Greco (1940), das von Wendt erworben wurde. Peries verbrachte den Großteil seines Lebens in England. Untitled (Seashore) verband auf allegorische Weise die Strände seiner Heimat mit den Küsten seiner Wahlheimat in Southend-on-Sea, wobei er auf die Herausforderungen des selbstgewählten Exils hinwies. Pieres starb kurz vor der Eröffnung der richtungsweisenden Ausstellung The Other Story: Asian, African and Caribbean Artists in Post-War Britain (1989), die auch seine Werke zeigte und von Rasheed Araeen kuratiert wurde.

—Natasha Ginwala

Gepostet in Öffentliche Ausstellung
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