Kotzia–Platz

Kotzia-Platz, Foto: Mathias Völzke

Der Platz vor dem Rathaus in Athen hat im Laufe der turbulenten Geschichte des griechischen Staats seinen Namen viele Male geändert. Heute ist er – erneut – nach dem griechischen Politiker Konstantinos Kotzias benannt, der von 1934 bis 1936 Bürgermeister der Stadt Athen war. Kotzias ist für die Entwicklung von Bauhaus-Wohnprojekten in der nahe gelegenen Straße Leoforos Alexandras bekannt, die der Unterbringung von griechischen Geflüchteten aus der Türkei dienten. Einst ein bedeutender Treffpunkt – mit dem Stadttheater Athen, der National Bank und dem Hauptpostamt in der Nachbarschaft – wirkt der Platz durch den aktuellen Niedergang des Athener Geschäftszentrums heute scheinbar verlassen. Im Rahmen der documenta 14 präsentiert Rasheed Araeen hier eine offene Struktur, die die Dynamik des Umfelds berücksichtigt und dem Platz mit einer Geste der Gastfreundschaft seine Betriebsamkeit zurückgibt. Mehrere Zeltpavillons – deren Gestaltung von traditionellen pakistanischen Hochzeitszelten (Shamiana) inspiriert, aber auf wenige Farben und geometrische Muster reduziert ist – bilden einen Ort der Begegnung, an den Araeen die Menschen zu einem gemeinsamen Mahl einlädt, begleitet von Reflexionen über mögliche Szenarien des sozialen Wandels. Die Speisen basieren auf Rezepten aus dem Mittelmeerraum und werden vor Ort von Organization Earth zubereitet.

Gepostet in Öffentliche Ausstellung
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