Karaiskaki-Platz, Piräus

Karaiskaki-Platz, Piräus, Foto: Yiannis Hadjiaslanis

Der zentrale Platz im Hafen von Piräus verdankt seinen Namen einem der berühmtesten Anführer des Griechischen Unabhängigkeitskriegs, General Georgios Karaiskakis. Bekanntheit erlangte der Platz im Jahr 1922, als viele der griechischen Flüchtlinge aus Kleinasien dort Unterschlupf fanden. Etwa zur selben Zeit fungierte er auch als Zufluchtsort für viele namhafte Rembetes (Rembetikointerpreten), unter ihnen der große Markos Vamvakaris. Im Januar 1929 – der griechische Staat hatte gerade die Entfernung der provisorischen Unterkünfte beschlossen – verwüstete ein großes Feuer den Platz. Im Rahmen seines Projekts Black Odyssey für die documenta 14 gibt der bekannte griechisch-afrikanische Rapper Negros Tou Moria ein Konzert auf dem Karaiskaki-Platz. Ausgehend von der Tradition der Rembetes und dem Vermächtnis des Hip-Hop verweist der Künstler auf Parallelen zwischen der Geschichte dieses Orts mit seinen Immigrant_innen und Ausdrucksformen von Underground-Musik in Vergangenheit und Gegenwart.

Gepostet in Öffentliche Ausstellung
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