Gustave Courbet
(1819–1877)

Gustave Courbet, L’aumône d’un mendiant à Ornans (Almosen eines Bettlers in Ornans), 1868, Grafit auf Papier
, Sammlung Sterling and Francine Clark Art Institute, Williamstown, Massachusetts
, Installationsansicht, Neue Galerie, Kassel, documenta 14, Foto: Mathias Völzke

Diese Zeichnung fertigte Gustave Courbet, der französische Meister des Realismus, als Skizze für sein großes Gemälde namens Almosen eines Bettlers in Ornans (1868, heute in der Burrell Collection, Glasgow) an. Courbets Handhabe der Ikonografie von Armut und Elend war wegweisend für seine künstlerische Entwicklung und trug maßgeblich zur „Erfindung“ des Realismus bei. Am ehesten lässt sie sich vielleicht als Meditation über die Freigiebigkeit, über die Macht des Teilens und der Solidarität verstehen. Courbet nahm damit die Dringlichkeit prophetisch vorweg, alternative Ökonomien zu erfinden und dem wirtschaftlichen Würgegriff auf unsere menschliche Existenz zu entkommen.

Gepostet in Öffentliche Ausstellung
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